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Beziehungen und Konflikte
Beziehungen und Konflikte

Partnerschaft bezeichnet im engeren Sinne die Selbstverpflichtung, welche zwei, sich auf gleicher Augenhöhe begegnende Menschen eingehen, um eine beständige Beziehung einzugehen.

Die wichtigste Komponente einer stabilen Partnerschaft, ist emotionale und soziale Kompetenz geworden, wie der bekannte Psychologe Daniel Goleman betont. Partnerschaften sind nur dann von Bestand, wenn die Partner über ausreichende emotionale Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle, Empathie und die Fähigkeit verfügen, sich selbst und den anderen zu beruhigen.

Der Psychologe John Gottman wiederum identifizierte vier Kommunikationsgewohnheiten von Eheleuten, die machtvolle Prädiktoren für eine spätere Scheidung sind:

  • Schuldzuweisungen und Anklagen
  • Abwehr, Selbstrechtfertigung und Verleugnung eigener Fehler
  • Verachtung und Geringschätzung des Partners
  • Mauern, Kommunikationsverweigerung und Rückzug

Zusammenfassend gelten demzufolge

  • ausreichende emotionale Selbstwahrnehmung
  • Selbstkontrolle
  • Einfühlungsvermögen
  • Selbstreflektion
  • eine klare, respektvolle Kommunikation und
  • eine “aufgeräumte” Vergangenheit

als wichtige Eckpfeiler einer bereichernden Partnerschaft.

Bei dao coaching lernen Partner ihre zugrunde liegenden Verhaltensmuster in der Partnerschaft zu erkennen und aufzulösen. Alte Verletzungen und Enttäuschungen werden mittels Hypnose (ein angenehmer Entspannungszustand) noch einmal beleuchtet und die wahren Trigger entlarvt, so dass sie ihre Wirkung verlieren können. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Beziehung.

“Eine unheile Beziehung basiert auf Unterschieden.
Jeder denkt, dass der andere etwas hat, was er selbst nicht hat.
Sie kommen zusammen, um sich selbst zu vervollständigen und den anderen zu berauben.
Sie bleiben so lange, bis sie denken, dass es nichts mehr zu stehlen gibt, und ziehen dann weiter.
Und so wandern sie durch eine Welt von Fremdlingen,
leben vielleicht mit ihren Körpern unter einem Dach,
das keinem von beiden Schutz gewährt;
im selben Raum und doch Welten voneinander entfernt.

Eine heile Beziehung beginnt ganz woanders.
Jeder hat in sich hineingeschaut und keinen Mangel erkannt
(der vollständige Mensch sieht nur Orte der Stärke und Orte, die noch der Heilung bedürfen.)

Seine Vollständigkeit annehmend, will er wachsen,
indem er sich mit einem anderen Menschen verbündet.”

 

Vereinfacht formuliert, wenn wir einen Partner suchen, weil wir einfach nicht gerne alleine sind, unsere alten Verletzungen und Enttäuschungen jedoch nicht gänzlich verarbeitet haben und von Anfang an Erwartungen an unser Gegenüber mittragen, so kann keine bereichernde und harmonische Partnerschaft daraus erwachsen.
Mit einem solchen “Rucksack” werden wir vorallem, gemäss dem Gesetz der Resonanz, ein ebensolches Gegenüber anziehen – voller unaufgeräumter Themen, zahlreichen Erwartungen, mit unrefektierten Ansichten. Das ist, als wären zwei Schiffsbrüchige auf dem weiten Ozean während beide versuchen sich an derelben schmalen  Planke festzuhalten.  Ein solches Unterfangen wird auf Dauer kaum funktionieren.

Eine gut funktionierende Partnerschaft ist stets ein Geben und Nehmen, auf derselben Augenhöhe, welches sich, in der Gesamtheit, die Waage halten sollte. Mal braucht der eine mehr Zuwendung und Unterstützung, ein ander Mal der ander. Dabei ist es von  Bedeutung, dass über einen grösseren Zeitraum gesehen, stets ein gewisser Ausgleich stattfinden kann.

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